Personelle Veränderungen an den Schulen sowohl auf der französischen als auch auf der deutschen Seite und die Reduzierung der Französischstunden durch die Einführung des Englischen als Pflichtfach führten dazu, dass die Arbeitskreise sehr eingeschränkt wurden und mancher Schüleraustausch nicht mehr stattfindet.
Angebote vom Französischen Institut in München für Grundschüler
-France mobil
-Racontez-moi des histoires
Schulpartnerschaften mit Frankreich
Ein Schüleraustausch ist sicherlich die beste Motivation für den Französischunterricht und die am besten geeignete Möglichkeit, das Erlernte auszuprobieren. Jede Schule hat ihren eigenen Modus und ihre Rituale: Unterbringung in Familien oder Jugendherbergen, Begegnungen am dritten Ort, Rallyes, Theaterabende, Feste.
Folgende Schulen pflegen Kontakte mit französischen Schulen und führen regelmäßig einen Schüleraustausch durch. Leider beeinflussen personelle Veränderungen sowie die Entscheidung zur Fremdsprache Englisch in der Grundschule die Weiterführung der Partnerschaften.
Camerloherschule München
Seit diesem Schuljahr besteht eine partnerschaftliche Verbindung mit einem Austausch mit der école de la Duchesse Anne in Rennes. Die Jahre davor hatte die Schule eine Partnerschule im Languedoc, doch diese bietet jetzt nur noch Englisch als Fremdsprache an.
Keilberthschule München
Seit 2002 bestehen nicht nur virtuelle, sondern auch reelle Kontakte mit der école primaire von Saint-Maximin (bei Avignon). Es fahren Schüler der 4. Klassen und etlichen Eltern mit. Die Unterbringung in Deutschland wie auch in Frankreich erfolgt in einer Jugendherberge, der Sonntag wird in den Familien verbracht. Von 1998 bis 2002 fuhren die Kinder - allerdings ohne Gegenbesuch der französischen Schüler - nach Aix-en-Provence zur école Henri Wallon.
Le pont d'Avignon
Lavande
Les arène d'Arles
Torquato-Tasso München
Die Kontakte zwischen den beiden Schulen Torquato-Tasso und der école primaire St-Grégoire von Munster (Elsass) bestehen seit 1999. Die Partnerschule liegt in Munster, einer kleinen Stadt am Fuße der Vogesen, etwa 16 km von Colmar entfernt.
Die meisten Kinder wohnen in Einfamilienhäusern. Die französischen sowie die deutschen Kinder stammen aus unterschiedlichen Sozialschichten. Der Ausländeranteil der französischen Schule ist sehr gering. Die Eltern sind zum größten Teil zweisprachig, da Munster nur etwa 50 km von der deutsch-französischen Grenze entfernt liegt. Die französische Schule zählt etwa 300 Schüler, in den Klassen CM 1 und CM 2 steht die Fremdsprache Deutsch auf dem Lehrplan und ist Pflichtfach. In fünf Klassen wird der Unterricht in deutscher und in französischer Sprache erteilt. Jedes Jahr organisieren wir ein Treffen in Deutschland und eines in Frankreich. Die Kinder sind bei Gastfamilien untergebracht. Der Aufenthalt ist jeweils für eine Woche geplant.
Volksschule Putzbrunn
Die Volksschule unterhielt seit 1987 eine Partnerschaft mit der école primaire Pershing von Versailles. Seit 1989 besteht eine offizielle Schulpartnerschaft. Die Schüler der 4. Klassen der Grundschule können daran teilnehmen. Die französische Klasse CM 2 nimmt geschlossen im Rahmen des Projekts "classe européenne" teil. Die Kinder wohnen auf beiden Seiten in den Familien.
Grundschule am Wendelstein in Vaterstetten
Die Schüler besuchen seit 1985 die Schule der Partnerstadt Allauch bei Marseille. Nach einer Unterbrechung zwischen 1995 und 1998 läuft der Kontakt wieder. Ursprünglich waren die Kinder in den Familien untergebracht, seit 2002 allerdings wird eine Jugendherberge aufgesucht.
Grundschule Schnieglinger Straße in Nürnberg
Im Schuljahr 2003/2004 fand eine Begegnung in Oradour sur Glane statt und die Schüler aus Oradour kamen zum gemeinsamen Schullandheimaufenthalt in Rothenburg.
Volksschule Hollenbach im Lks. Aichach-Friedberg/Schwaben
Seit 1999 findet jährlich eine Begegnung der Schüler der 3. bis 6. Klasse mit den Schülern der Partnerschule aus Contest in der Mayenne statt.
Weitere Infos unter: www.hollenbach-contest.de
Mönchberg-Volksschule Würzburg
Die Mönchberg-Volksschule in Würzburg unterhält seit 1989 eine Schulpartnerschaft mit der École de la Pigacière in Caen (Calvados).
Sie führt jährlich zwei Begegnungen durch, eine in Würzburg, eine in Caen. Die jeweiligen Viertklässler (die komplette Klasse) und die Schüler der CM2 beteiligen sich mit Begeisterung daran. Untergebracht sind die Schüler während des Aufenthalts in Deutschland im Jugendgästehaus Würzburg, beim Gegenbesuch sind sie in einem Centre de Vacances in Ouistreham untergebracht. Hier genießen die Schüler die Meeresnähe.
Wichtige Adressen:
Ein Reisekostenzuschuss für Lehrer kann auf dem Dienstweg über das Schulamt und die Bezirksregierung beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus beantragt werden. Antragsfristen beachten!
Das Deutsch-Französische Jugendwerk bzw. der Bayerische Jugendring
gewährt Zuschüsse für den internationalen Jugendaustausch.
Internet: www.bjr.de
Email: info@bjr.de
Email: dries-tilmann.angelica@bjr.de
Wie verfahre ich bei der Planung eines Austauschs?
Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Zuschuss beim Schulreferat (in den Städten), beim Sachaufwandsträger (in den Gemeinden), beim Bayerischen Jugendring (Bayerische Vertretung des DFJW - Berlin) und evtl. beim Sozialreferat zu stellen.
Neuerdings schreibt das Schulreferat München das Busunternehmen vor (s. Amtsblätter Okt. 2004).
Die Anträge müssen am Schulanfang angefordert werden und bis zum 20. Dezember (beim Schulreferat) bzw. bis zum 15. Dezember (beim DFJW) für das kommende Kalenderjahr gestellt werden. Die Zusage erfolgt dann in der Regel im Februar, die Überweisung erst nach Abschluss der Begegnung und nach dem Eingang der entsprechenden Abschlussberichte.
Der Elternbeirat der betreffenden Schule unterstützt die Maßnahme in der Regel sowohl finanziell als auch organisatorisch. Schulamt und Kultusministerium müssen die Fahrt genehmigen. Begleitende Lehrer erhalten auf Antrag über den Dienstweg einen Zuschuss von bis zu 150 Euro pro Lehrkraft.
Vorschulische Angebote
Viele Kindergärten, die in der Nähe von Schulen mit Französischunterricht angesiedelt sind, bieten ebenfalls Französisch bereits für die Kindergartenkinder an. Etliche Einrichtungen hatten in früheren Jahren Austauschlehrer aus Frankreich und setzen diese Tradition fort, die von Eltern und Kindergartenpersonal gleichermaßen geschätzt und gefördert wird. Die Arbeit im Kindergarten bietet viele Möglichkeiten und der erste Kontakt mit einer Sprache ist oft sehr entscheidend für die Fortführung des Sprachenlernens an der Schule.
Zuschüsse für die Bezahlung der Unterrichtenden können beantragt werden beim Deutsch-französischen Jugendwerk in Berlin.
- Eine Fortbildung für eine gute Aussprache bietet Katia Poyer mit dem Bezirk Unterfranken in Würzburg am 30. November 2009.
- Ab Mai 2010 plant der Bezirk Unterfranken eine Fortbildungsreihe zur Ausbildung neuer Lehrkräfte für Französisch als Fremdsprache in Zusammenarbeit mit dem Französischen Institut von München.